Ebbes aus em alte Land: Abril 2011

Herr iwwer die Zeit

Wach uff, schteh uff, un loss dir grateliere,
du hoscht allmaehlich yo Routine drin,
un loss dich widder vor dei Kerzle fiehre
un denk: “Reschpekt devor, wie alt ich bin!”

Du hoscht emol gemaent, erwachse werre
un grooss sei, misst es Allerschaenschte sei,
un dein Geburtsdaach – schwupps – der losst dich schnerre
mit aenem Ruck ins neie Alter nei.

du hoscht gedenkt: “Es kummen yo mol Daache,
do gheer ich selwer zu de groosse Leit,
do henn die mir net immwer was zu saache,
do bin ich selwer Herr vun meinre Zeit.”

Heit freehscht dich, wann mol eens noch iss am Lewe
vun denne, wu du noch gedenkscht als Kind.
Nix bleibt, nix bleibt, du kannscht die Zeit net hewe,
sie rinnt wie Sand dohie, sie rinnt un rinnt,

rinnt als Erinnrung in dei Lewensschissel
un du weescht net, wie weit ‘s noch iss zum Rand.
Die Schissel, Gott, die wackelt als e bisser –
Wass driwwer laaft: Fang’s uff in Deinre Hand!

Karin Ruppert
Speyer, Palatinate (Germany)

Leave a Reply

Please log in using one of these methods to post your comment:

WordPress.com Logo

You are commenting using your WordPress.com account. Log Out / Change )

Twitter picture

You are commenting using your Twitter account. Log Out / Change )

Facebook photo

You are commenting using your Facebook account. Log Out / Change )

Google+ photo

You are commenting using your Google+ account. Log Out / Change )

Connecting to %s