‘S KATZ DEITSCH SCHTICK

Eegelob

Ee Ding hab ich fer Yaahre g’lannt
Noch als en yunge Bu:
Wann epper viel sich selwer lobt,
Is oft net viel dezu.

Ich hab emol en Bu geb’sucht,
Viel elder, wie ich waar:
Er hot mir so en G’schicht verzaehlt
Vum Fraenk sei Mischtgefaahr.

“Ich saag dir, wann du’s g’sehne haettscht,
Noht haettscht du dich verschtaunt;
Ich kann net saage, wie viel Lood—
Ich hab sie net gekaunt.

Der Fraenk hot Seider nausgebrocht,
Un mir hen’s nunnerg’leert;
Der Mischt is g’floge seller Daag,
So hot mer noch nix g’heert.”

Mei Zeit! Des laut mir zimmlich gut;
Ich denk, em Fraenk sein Gnecht
Muss schaffe kenne, wie net g’scheit,
Des ball en Record brecht.

Lang naachher waar ich bei dem Fraenk,
Un hab die G’schicht verzaehlt;
Er hot en wennich g’laechelt: Ich
Hab g’wunnert, was ihm fehlt.

“Mein Gnecht is net so wunnervoll,
Wie ich wott, dass er waer;
Ich hab en yunge Schuelerbu,
Wu mehner schafft wie er.

Mer darf sich net verlosse, uff
Was er ehm selwer sagt;
Er brauch net zu viel Erwet, bis
Er sich als schun beglagt.

Wann alles schunscht so guud waer
An meim Gnecht, as wie sein Maul,
Noht kennt er ziehe wie en Ox
Un schaffe wie en Gaul!”

Nau, wann ich als datt driwwer denk,
Noht nemm ich oft in Acht:
Es Wasser, wu am diefschde laaft,
Macht oft es wennigscht Yacht!

Isaac R. Horst (1918-2008)

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