‘S KATZ DEITSCH SCHTICK

‘S Wedder brecht

Gott Lob! Die bidder Kaelt
Weicht widder aus der Welt;
Schnee un Eis fange aa zu rinne,
Dausend Schtraemcher kammer finne.

Der Himmel schteht so hoch un bloh,
Die Wolke sin meh geel wie groh;
Die waarme Windcher saeusle schun,
Un pischbre vun’r heehre Sunn.

Was waar doch des en Kaelt —
(Mer haett sie net beschtellt.)
Hunnert Fiess, un noch meh Ohre
Sin gewiss schun lengscht verfrore!

Fer Gleeder hot mer viel verwendt,
Un Kohle haufeweis verbrennt;
Die Bedder waare hoch gemacht,
Doch ohne Schtolz un ohne Bracht!

Ich saag: So is mer’s recht,
Ass endlich’s Wedder brecht;
Dicke Reck un dicke Decke,
Meege sie mer ball verschtecke!

Der Aerd ihr Leichegleed
Is mer schun lang verleed;
Waer’s immer weiss un kalt,
So waer mer schun zu alt.

Es Wedder wexelt um,
Un yedes freet sich drum.
Yeder Daag watt’n bissche lenger —
Yedi Nacht en bissche enger.

Do guck ich nau mit Freede zu!
(Was kennt ich dann aa mehner duh?)
Ich sag’s frei raus: So is mer’s recht,
Gott Lob un Dank, ass’s Wedder brecht.

Eli Keller  (1825-1919)

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