‘S KATZ DEITSCH SCHTICK: Oschtre 2013

Ich Waar Datt!

Ich waar datt in sellem Gaarde
Wu der Schwitz droppst ab wie Blut
Vum Haerr seim G’sicht, weil am Bede –
Ich waar eens, wu schloofe duht.

Ich waar datt in sellre Courtschtubb
Wu war g’flucht, geloge frei,
G’schpautzt un g’haust graad wie Heide –
Ya, datt waar ich aa debei.

Ich waar datt in alt Yerusalem
Wu “Hosanna” yeders singt,
Un schtreet Palmnescht uff die Schtroosse,
Ich waar eens, wu Neschter bringt.

Ich waar datt bei selle Yinger,
Um sell Feier maryets frieh;
Ich hab aa g’flucht un gelegelt
Dass ich kenn der Haerr net, nie.

Ich waar datt am Galyehiwwel
Wie der Haerr gegreizicht waar,
Wu Aerd ziddert, Sunn verschteckt sich
An was henn die Heide vor.

Iss mei Elt dann neinzeh hunnert?
Waar ich datt, wie all des g’scheht?
Nee, ich bin yuscht ebbes fuffzich,
Schwach so weit Erfaahring geht.

Doch wie Mensche selle Daage,
So sinn all vun uns aa heit;
Un dedarich graad so schuldich
In des unser schpeedre Zeit,

All die Sinde mir heit duhne,
Die sinn all so grooss un schwer,
Wie wann mir bei selle Heide
All die Sache duhn zum Haerr.

Drum waar unser Haerr gegreizicht
Un sei Blut gegosse frei,
Dass zu die, wu an ihn glaawe
All ihr Sind vergewwe sei.

Ralph Samuel Funk (1889-1969)

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